Diese Sorge kommt oft von der Vorstellung, man würde in der Hypnose wie in einem Verhör alles preisgeben. Das Gegenteil ist der Fall: Während der eigentlichen Trance sprichst du normalerweise gar nicht. Das liegt daran, dass das Unterbewusstsein nicht in Worten kommuniziert – jedes Reden läuft über den bewussten Verstand, den wir in der Hypnose gerade beiseitelassen.
Was in einer Sitzung tatsächlich gesprochen wird
Gesprochen wird vor allem im Vor- und im Nachgespräch – dort besprechen wir dein Anliegen, und du entscheidest selbst, wie viele Details du dazu gibst. Während der eigentlichen Trance rede ich, nicht du: Ich führe dich mit meiner Stimme durch die Entspannung und die Suggestionen. Von dir kommen höchstens einzelne Signale zurück, zum Beispiel ein leichtes Kopfnicken oder ein vereinbartes Zeichen mit der Hand, wenn ich dich das explizit bitte. Ein längeres, unkontrolliertes Erzählen, wie man es aus Filmen kennt, passiert in einer normalen Hypnosesitzung schlicht nicht.
Warum die «Verhör»-Vorstellung ein Missverständnis ist
Die Vorstellung stammt meist aus der Showhypnose oder aus Filmen, in denen jemand in Trance plötzlich alles gesteht. Damit das überhaupt passieren könnte, müsste dein bewusster Verstand aktiv mitreden und Sätze formulieren – genau das, was in der Trance zurücktritt. Selbst wenn du in tieferer Trance sprichst, etwa bei bestimmten therapeutischen Techniken, in denen ich dich gezielt etwas beschreiben lasse, bleibst du dabei ansprechbar und entscheidest, was du sagst. Es gibt keinen Mechanismus, über den dir «etwas herausrutscht», das du nicht sagen willst.
Was du mir im Vor- oder Nachgespräch erzählst, ist wie bei jeder Therapie durch die Schweigepflicht geschützt. Du entscheidest selbst, wie viel du erzählst – die Hypnose selbst «entlockt» dir nichts.