Was Long Covid mit dem Nervensystem macht
Immer mehr Menschen sind von den Symptomen von Long Covid betroffen. Viele Betroffene berichten davon, nicht ernst genommen zu werden — oft werden die Beschwerden pauschal als psychosomatisch abgetan.
Ist Long Covid wirklich nur psychosomatisch?
Die sogenannte Post-Covid-19-Erkrankung wird zunehmend anerkannt, unter anderem durch das Universitätsspital Zürich (USZ) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Es liegt nahe, dass Post Covid nicht nur rein psychosomatisch ist, sondern dass tatsächlich körperliche Veränderungen die Beschwerden mit auslösen.
Manche Klienten wollen mit mir diskutieren, ob die Beschwerden nun von der Impfung, von der Erkrankung oder von beidem ausgelöst wurden. Mir wurde auch schon gesagt, es sei Einbildung. Dazu kann ich sagen: Jeder darf über die Ursachen denken, was er will. Für mich zählt, die Betroffenen ernst zu nehmen und eine passende Lösung zu finden.
Welche Symptome zeigen sich bei Long Covid?
Die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung zeigen sich in vielen Formen. Am häufigsten genannt werden: Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue), eingeschränkte Belastbarkeit, reduzierte Motivation, Gedächtnisprobleme, Schmerzen, Atemprobleme, Störungen beim Riechen und Schmecken, Husten, Konzentrationsstörungen, «Brain Fog», Kribbeln in Händen oder Füssen sowie Schwindel.
Am meisten wird von der Müdigkeit und der mangelnden Belastbarkeit berichtet. Viele Long-Covid-Betroffene fühlen sich generell «trüb» — dazu kommen oft Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit und depressive Verstimmungen. Die körperlichen Symptome sind dabei ebenso unterschiedlich wie die psychischen, wobei Lunge und Schmerzen am häufigsten betroffen sind: Atemnot oder Husten lassen sich bei den meisten Erkrankten in irgendeiner Form feststellen. Von einer Post- oder Long-Covid-Erkrankung spricht man in der Regel, wenn Symptome länger als drei Monate nach der akuten Infektion bestehen — viele Betroffene haben ihre Beschwerden auch nach einem Jahr noch nicht überwunden.
Wie hilft Hypnosetherapie konkret bei Long Covid?
Hypnosetherapie wird schon lange erfolgreich bei körperlichen und geistigen Themen eingesetzt. Ob die Beschwerden nun direkte Spätfolgen der Covid-Erkrankung sind oder durch andere Ursachen verstärkt werden, macht für die Arbeit selbst oft keinen grossen Unterschied.
Bekannt ist, dass Hypnose auf körperlicher Ebene grundlegende Veränderungen anstossen kann: Selbstheilung und die Reduktion von Schmerzen und anderen körperlichen Beschwerden lassen sich ebenso anregen wie Energie, Motivation und Zuversicht. Für viele Betroffene ist es schon eine grosse Erleichterung zu hören, dass es überhaupt etwas gibt, das sie aktiv tun können.
Die Medizin zielt mit Medikamenten derzeit vor allem auf die Eindämmung der Symptome ab. Als Hypnosetherapeut nutze ich Hypnose als unterstützende, natürliche Behandlungsmöglichkeit, um die Ressourcen des Körpers auf Heilung auszurichten. Auch wenn sich das Ganze lange hinziehen kann: Die grossen Schritte sind oft viele kleine — und auch ein kleiner Schritt gibt Hoffnung.

