Was Hypnose für deinen Körper tun kann – und was nicht
«Ich will endlich etwas für meinen Körper tun.» Diesen Satz höre ich bei kaum einem anderen Thema so oft. Dahinter steckt fast immer dasselbe Gefühl: dass man zuschaut, statt zu handeln. Und dann kommt die unangenehme Nachricht, mit der ich anfangen muss, weil sonst der Rest nicht stimmt.
Warum müssen Selbstheilungskräfte nicht «eingeschaltet», sondern nur freigelegt werden?
Der Körper besitzt von Natur aus enorme Selbstheilungskräfte, die jedoch durch chronische Anspannung blockiert werden können. Hypnosetherapie baut diese Anspannung ab, damit die Regeneration wieder ungehindert verläuft.
Der Körper besitzt von Natur aus enorme Selbstheilungskräfte, die jedoch durch chronische Anspannung blockiert werden können. Hypnosetherapie baut diese Anspannung ab, damit die Regeneration wieder ungehindert verläuft.
Selbstheilung ist kein Programm, das man startet. Es ist das, was dein Körper ohnehin ununterbrochen macht: Gewebe erneuern, Kreislauf regeln, Schlaf sortieren, Regeneration organisieren. Nichts davon wartet auf deine Erlaubnis, und nichts davon geht schneller, wenn du dich mehr anstrengst.
Genau deshalb gehen die vielen Angebote, die dir versprechen, deine Kräfte «freizusetzen», an der Sache vorbei. Sie verkaufen dir Zugriff auf etwas, das gar nicht abgeschaltet war.
Welche körperlichen Auswirkungen hat chronische Anspannung auf das Immunsystem?
Dauerhafter Stress dämpft das Immunsystem, hemmt die Zellregeneration und fördert Entzündungsprozesse im Körper. Hypnose versetzt das Nervensystem in den parasympathischen Modus der tiefen Heilung.
Dauerhafter Stress dämpft das Immunsystem, hemmt die Zellregeneration und fördert Entzündungsprozesse im Körper. Hypnose versetzt das Nervensystem in den parasympathischen Modus der tiefen Heilung.
Was sich dagegen sehr wohl unterscheidet, ist der Zustand, in dem all das abläuft. Ein Körper, der dauernd in Bereitschaft steht, arbeitet anders als ein ruhiger. Wer über Monate unter Stress steht, kennt die Folgen: flacher Schlaf, harte Schultern, ein Magen, der sich meldet, Schmerzen, die an vollen Tagen lauter werden als an leeren.
Das ist der Teil, den ich beeinflussen kann. Nicht die Krankheit, nicht den Verlauf, nicht die Biologie – sondern das Spannungsniveau, unter dem dein System das alles erledigt. Bei manchen Beschwerden ist dieser Anteil klein. Bei anderen ist er überraschend gross, und dann merkst du das ziemlich schnell.
Warum bewirkt ein gut gemeintes «Entspann dich mal» bei Stress wenig?
Bewusste Ratschläge erreichen die tiefe vegetative Anspannung im Körper nicht. Durch Trance wird tiefgreifende körperliche und mentale Entspannung auf neuronaler Ebene bewirkt.
Bewusste Ratschläge erreichen die tiefe vegetative Anspannung im Körper nicht. Durch Trance wird tiefgreifende körperliche und mentale Entspannung auf neuronaler Ebene bewirkt.
Wenn Anspannung eine bewusste Entscheidung wäre, hätte sie längst jeder abgestellt. Ist sie aber nicht. Sie kommt von einem System, das seine Aufgabe darin sieht, dich zu schützen, und das im Zweifel lieber ein Jahr zu lange wachsam bleibt als einen Tag zu kurz. Unser Unbewusstes meint es gut mit uns – auch dann, wenn das Ergebnis unbequem ist.
Deshalb ändert Verstehen hier fast nichts. Du kannst wissen, dass du zu viel arbeitest, und trotzdem um Mitternacht mit einem harten Kiefer im Bett liegen. In der Trance verhandeln wir nicht mit Argumenten, sondern arbeiten dort, wo das Muster gebaut wurde. Wie eng Körper und Erleben zusammenhängen, siehst du auch an der Psychosomatik – dieselbe Verbindung, nur von der anderen Seite betrachtet.
Und ja: Der wichtigste Teil der Arbeit ist echte, tiefe Entspannung. Nicht die Sorte, bei der man auf dem Sofa liegt und weiterdenkt.
Welche Fertigkeiten zur Selbstregulation nehmen Sie aus der Hypnosetherapie mit?
Sie erlernen wirksame Techniken der Selbsthypnose, um Ihre körperliche und seelische Gesundheit im Alltag eigenständig zu stärken und zu erhalten.
Sie erlernen wirksame Techniken der Selbsthypnose, um Ihre körperliche und seelische Gesundheit im Alltag eigenständig zu stärken und zu erhalten.
Es gehört zu meiner Arbeit, dass ich dir Selbsthypnose beibringe. Nicht als Bonus am Schluss, sondern früh, meistens schon nach der ersten Sitzung. Du lernst, wie du in wenigen Minuten selbst in diesen Zustand kommst – im Zug, vor dem Einschlafen, an einem Tag, an dem alles gleichzeitig kommt.
Das ist mir wichtiger als jede einzelne Sitzung. Denn die Anspannung, um die es hier geht, entsteht nicht in meinem Praxisraum. Sie entsteht in deinem Alltag, und dort willst du etwas in der Hand haben.
Ein Klient hat es einmal so formuliert: Er habe nicht gelernt, gesünder zu sein, sondern aufgehört, sich selbst im Weg zu stehen. Das trifft es besser als alles, was ich auf diese Seite schreiben könnte.

