Was ist Hypnose?
Der Begriff Hypnose beschreibt in der modernen Psychotherapie zwei zusammenhängende Seiten: den inneren Zustand des Menschen und den äusseren Prozess der Anleitung.
Ein unmittelbares Synonym für den eigentlichen Zustand der Hypnose ist die hypnotische Trance.
Zustand vs. Prozess: Hypnose und Hypnotisieren
Es ist hilfreich, zwischen dem Erleben und der Anleitung zu unterscheiden:
- Der Zustand (Hypnotische Trance): Das innere Erleben des Klienten. Dieser Zustand ist definiert durch eine erhöhte Aktivität und Ansprechbarkeit des Unbewussten, während der kritische Filter des bewussten Verstandes in den Hintergrund tritt. Dieser Zustand gehört allein dem Klienten.
- Der Prozess (Das Hypnotisieren): Die sprachliche Begleitung und therapeutische Kommunikation des Therapeuten. Hypnotisieren ist kein "Fremdsteuern", sondern eine professionelle Einladung und Anleitung, damit der Klient seine eigene hypnotische Trance mühelos erreichen kann.
Persönlicher Einblick von Jan Mion (Hypnosetherapeut): "Viele Menschen denken bei Hypnose an Fremdsteuerung oder an ein 'Programmieren' von aussen wie bei Robotern. Aber Menschen sind keine Roboter.
*Das Unterbewusstsein ist auch kein abstraktes Theoriekonstrukt: In der therapeutischen Praxis arbeitet es wie 'das andere Du', zu dem man eine gute oder schlechte Beziehung pflegen kann. Wenn Ängste oder Blockaden entstehen, ist oft diese innere Beziehung gestört. Hypnose programmiert dich nicht um, sondern gibt dir die Kontrolle zurück und stellt das Gespräch mit deinem Unbewussten wieder her."*
Häufige Fragen zu Hypnose
- Verliert man in Hypnose die Kontrolle? Nein. Du nimmst das Geschehen jederzeit wahr und behältst deine volle Entscheidungsfreiheit.
- Ist Hypnose wie Schlaf? Nein. Obwohl du tief entspannt sein kannst, ist dein Geist wach, fokussiert und dein Unbewusstes hochaktiv.
- Funktioniert Hypnose auch online? Ja, hervorragend. Da du dich in deiner vertrauten Umgebung befindest, gelingt das Einlassen auf den Prozess oft noch müheloser.